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► Wie wirkt ein CO₂-Preis im Alltag? ► Was bedeutet ein vollständiges Klimageld für unterschiedliche Haushalte? ► Und warum kann ein wirksamer CO₂-Preis mit vollständiger Pro-Kopf-Rückerstattung gesellschaftlich funktionieren?

Diese Fragen lassen sich jetzt noch einfacher mit unserem CO₂-Preis-Rechner nachvollziehen: Der Rechner wurde um einen ►Eingabeassistenten und eine ►Simulation mit steigendem CO₂-Preis erweitert.

Zum Rechner: www.co2-preis-rechner.de

CO₂-Preis und Klimageld verständlich machen

Unsere Grundidee ist einfach: Alle CO₂-Emissionen erhalten einen einheitlichen Preis. Die Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung werden vollständig und pro Kopf in gleicher Höhe als Klimageld an uns Bürgerinnen und Bürger zurückgezahlt.

Wer weniger CO₂ verursacht als der Durchschnitt, hat unter dem Strich ein Plus. Wer mehr CO₂ verursacht, zahlt unter dem Strich mehr. So entsteht für alle der Anrzeiz Emissionen zu senken – gleichzeitig wird die soziale Balance gewahrt.

Unser CO₂-Preis-Rechner macht diese Logik sichtbar. Nutzer können eine eigene Haushaltsbilanz berechnen. Noch wichtiger ist aber: Der Rechner zeigt modellhaft, warum ein CO₂-Preis mit vollständigem Klimageld für uns als Gesellschaft funktionieren kann.

Wir fordern dabei CO₂-Preise in der Höhe, sodass wir unsere CO₂-Ziele einhalten. In einem Emissionshandel mit harter Emissionsobergrenze (Cap) ergibt sich der notwendige CO₂-Preis auf dem Zertifikatemarkt.

Neu: Eingabeassistent

Mit dem neuen Eingabeassistenten ist der Einstieg deutlich einfacher geworden. Schritt für Schritt können die wichtigsten Angaben zu Haushalt, Heizen, Mobilität und Konsum eingegeben werden. Dadurch wird schneller deutlich, welche Bereiche für die persönliche CO₂-Bilanz besonders relevant sind.

Der Rechner richtet sich dabei nicht nur an Fachleute. Er soll auch Menschen helfen, die sich zum ersten Mal mit der Frage beschäftigen, wie CO₂-Preise und Klimageld zusammenwirken.

Neu: Simulation steigender CO₂-Preis

Eine weitere neue Funktion ist die Simulation mit steigendem CO₂-Preis. Damit lässt sich nachvollziehen, was passiert, wenn der CO₂-Preis über die Jahre zunimmt und gleichzeitig die Emissionen sinken.

Das ist ein wichtiger Punkt: Ein wirksamer CO₂-Preis verringert die Emissionen in Deutschland. Damit sinkt langfristig auch die Menge an CO₂, auf die ein Preis gezahlt wird. Damit entwickelt sich auch das Klimageld dynamisch. Es steigt nicht automatisch immer weiter, sondern hängt von den tatsächlichen Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung ab.

Der Rechner bildet diese Wechselwirkung vereinfachend ab: CO₂-Preis, Emissionsminderung und Höhe des Klimageldes werden gemeinsam betrachtet.

Die Ergebnisse sind: Ein durchschnittlicher Geringverdiener und Familien mit Kindern bleiben bei einem vollständigen Klimageld auch bei steigendem CO₂-Preis sehr lange gut geschützt.

Gehen Sie auf Entdeckungsreise

Der CO₂-Preis-Rechner enthält nicht nur Eingabefelder und Ergebnisse, sondern auch viele Hintergrundtexte. Sie erklären zum Beispiel, warum wir eine vollständige Klimadividende fordern, welche Rolle indirekte Emissionen spielen, wie sich das Klimageld mit sinkenden Emissionen verändert und warum trotz Klimageld zusätzliche Härtefallinstrumente notwendig bleiben.

Es lohnt sich daher, im Rechner nicht nur die eigene Bilanz zu berechnen, sondern auch die Erläuterungen hinter den ❔ zu öffnen. So wird aus dem Tool eine kleine Entdeckungsreise durch die Logik von CO₂-Preis, Klimageld und sozial gerechter Transformation.

Einen Teil dieser Hintergrundtexte sowie eine kurze Anleitung zum Tool stellen wir zusätzlich als PDF zum Download bereit.

Was der Rechner zeigt

Die Ergebnisse machen mehrere Dinge deutlich:

Ein vollständiges Klimageld wirkt besonders stark bei Menschen mit ► geringem Einkommen und Familien mit Kindern. In aller Regel entsteht dort ein solider Puffer. Dieser Puffer ist wichtig, weil er nicht nur aktuelle CO₂-Kosten ausgleichen kann, sondern auch Spielraum schafft, um ► CO₂-Vermeidungskosten zu tragen und die ► Zahl der verbleibenden Härtefälle deutlich verringert.

Zugleich zeigt der Rechner: Ein vollständiges Klimageld wirkt bis weit in die ► Mittelschicht hinein. Das ist für die politische Akzeptanz entscheidend. Wirksame CO₂-Preise können nur dann dauerhaft durchgehalten werden, wenn die Menschen das System als gerecht und nachvollziehbar empfinden.

Eine Studie, die wir 2025 beim Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) in Auftrag gegeben haben zeigt ebenfalls, dass rund ►60 % der Haushalte von einem vollständigen Klimageld profitieren würden.

Der Rechner verdeutlicht außerdem, warum eine ► vollständige Ausschüttung der Einnahmen so wichtig ist. Werden nur Teile der Einnahmen zurückgegeben, wird der soziale Ausgleich schnell schwächer und die Zahl der verbleibenden Härtefälle steigt. Dann braucht es deutlich mehr zusätzliche Instrumente, um die gleiche soziale Schutzwirkung zu erreichen.

Der Rechner macht auch deutlich, dass rund die ► Hälfte der CO₂-Emissionen eines Durchschnittsbürgers indirekte Emissionen darstellen, die er nur sehr bedingt bis gar nicht beeinflusst kann. Auch deshalb ist ein wirksamen CO₂-Bepreisung wo wichtig, da damit auch die Unternehmen ein Interesse haben CO₂-Emissionen zu senken, um wettbewerbsfähig zu bleiben. An der Supermarktkasse ist dann im Zweifel das preisgünstigere Produkt besser für das Klima. Das revolutioniert Klimaschutz.

Verbleibende Härtefälle erkennen und adressieren

Ein vollständiges Klimageld ist aus unserer Sicht der zentrale soziale Ausgleich für wirksame CO₂-Preise. Es löst aber nicht jedes Problem.

Gerade dort, wo hohe individuelle Investitionen notwendig sind, können weiterhin Härtefälle entstehen. Das sind vorallem wirtschaftlich schwache Eigentümer von selbst genutztem Wohneigentum, die eine energetische Sanierung oder einen Heizungstausch nicht allein stemmen können, und geringverdienende Berufspendler mit weitem Arbeitsweg, die auf ein Auto angewiesen sind.

Deshalb enthält der Datenmanager des Rechners auch Beispielprofile, die solche verbleibenden Härtefälle sichtbar machen.

Damit wird deutlich: Neben dem vollständigen Klimageld braucht es zusätzliche, sehr zielgenaue Instrumente. In unserem ►Positionspapier "Was jetzt zu tun ist" machen wir dazu sehr konkrete Vorschläge.

Unsere Position ist daher: vollständiges Klimageld für alle – und zusätzliche Hilfe dort, wo sie wirklich gebraucht wird.

Warum wir den Rechner entwickelt haben

In der Debatte über CO₂-Preise geht es oft nur um Belastungen. Der zweite Teil des Systems wird dabei leicht übersehen: Wenn die Einnahmen vollständig als Klimageld zurückgegeben werden, entsteht ein sozialer Ausgleich, der automatisch mit dem CO₂-Preis zusammenhängt und bis weit in die Mittelschicht hinein wirkt.

Der CO₂-Preis-Rechner soll diesen Zusammenhang transparent machen. Er zeigt, dass wirksame CO₂-Preise und soziale Gerechtigkeit kein Widerspruch sein müssen. Im Gegenteil: Mit einem vollständigen Klimageld kann ein CO₂-Preis so ausgestaltet werden, dass wir unsere CO₂-Ziele sicher einhalten, klimafreundliche Alternativen dabei wirtschaftlicher werden und die Mehrheit der Haushalte geschützt oder sogar entlastet wird.

Jetzt ausprobieren: www.co2-preis-rechner.de

Wer lieber offline liest: Ein Teil der Hintergrundtexte aus dem Rechner sowie eine kurze Anleitung zum Tool stehen hier auch als PDF zum Download bereit.