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Vom 16. bis 19. Mai 2026 fand das Jahrestreffen der Bürgerlobby Klimaschutz in Berlin statt. Neben Workshops und der Mitgliederversammlung führten die über 30 Aktiven elf Gespräche mit Bundestagsabgeordneten sowie ein Gespräch mit VertreterInnen des Umweltministeriums. Im Mittelpunkt standen das neue Klimaschutzprogramm, die Bewertung durch den Expertenrat für Klimafragen und Wege zu einem wirksamen und gerechten Klimaschutz.

Das Jahrestreffen findet seit elf Jahren statt. Den Auftakt bildete in diesem Jahr die Mitgliederversammlung, auf der ein neuer Vorstand gewählt wurde. Dieser setzt sich wie folgt zusammen: Tamara Kusnierz (1. Vorsitzende), Sune Montán (2. Vorsitzender), Alexander Fogus (Schatzmeister), Eva Brenner, Melanie Höschele, Andreas Eberlein, Martin Delker und Michael Schröder-Schulze (Beisitzerinnen und Beisitzer).

Wir bedanken uns herzlich beim bisherigen Vorstand für sein Engagement und seine geleistete Arbeit. Besonders verabschieden wir uns von Hannah Seifert und Irmtraud Chladek und danken ihnen für ihren Einsatz für die Bürgerlobby Klimaschutz.

Auf die Mitgliederversammlung folgte ein Workshoptag, an dem sich die Teilnehmenden auf die politischen Gespräche vorbereiteten. Die beiden anschließenden Tage standen ganz im Zeichen der Gespräche mit Bundestagsabgeordneten und MinisteriumsvertreterInnen.

Das Jahrestreffen ist nicht nur aufgrund seiner inhaltlichen Programmpunkte und der Gespräche mit Abgeordneten ein Höhepunkt, sondern auch, weil es Raum für persönliches Kennenlernen und den Austausch unter den Bürgerlobby-Aktiven bietet.

Grundlage der diesjährigen Gespräche war das Positionspapier der Bürgerlobby Klimaschutz zum Klimaschutzprogramm. Darin fordern wir unter anderem eine konsequentere Ausrichtung der Klimapolitik an den gesetzlichen Klimazielen sowie wirksame Maßnahmen zur Minderung der Treibhausgasemissionen durch die Einführung des EU-ETS 2 in 2028, die Einführung eines Klimagelds und die Einführung eines nationalen CO2-Mindestpreis.

In der Vorbereitung des Jahrestreffens zeigte sich, dass klimapolitische Themen derzeit im politischen Raum weniger im Fokus stehen als in den vergangenen Jahren. Dies machte sich auch bei der Terminvereinbarung, mit Bundestagsabgeordneten bemerkbar. Insbesondere Gespräche mit Abgeordneten der Union ließen sich nur schwer realisieren. Letztlich konnte ein Gespräch mit einem Unionsabgeordneten stattfinden.

Dennoch verliefen die Gespräche konstruktiv und offen. Über Parteigrenzen hinweg wurde deutlich, dass Klimaschutz und Demokratie eng miteinander verknüpft sind. Ein konsequenter Ausbau erneuerbarer Energien und die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern stärken nicht nur den Klimaschutz, sondern auch die Unabhängigkeit von autokratisch regierten Staaten und somit die Energiesicherheit Deutschlands.

Außerdem wurde in den Gesprächen deutlich, dass die Bundestagsabgeordneten der Regierungsparteien Klimaschutz derzeit nicht als politisches Gewinnerthema betrachten. Vielmehr besteht die Sorge, durch ambitionierte klimapolitische Entscheidungen Wählerstimmen zu verlieren.

Nichtsdestotrotz wurde deutlich, dass die Begeisterung für Klimaschutz wieder gestärkt werden muss und ein sozialer Ausgleich, beispielsweise durch ein Klimageld, dabei eine wichtige Rolle spielt.

Insgesamt war das Jahrestreffen 2026 ein voller Erfolg. Die zahlreichen Gespräche haben gezeigt, dass weiterhin ein intensiver Dialog mit politischen EntscheidungsträgerInnen notwendig ist. Gleichzeitig wurde deutlich, dass mehr gesellschaftlicher Druck erforderlich ist, um Klimaschutz wieder stärker auf die politische Agenda zu setzen.

Die Bürgerlobby Klimaschutz wird sich deshalb auch künftig für wirksamen Klimaschutz einsetzen, insbesondere für einen effektiven CO₂-Preis und die Einführung eines sozial gerechten Klimageldes. Diese Forderungen werden wir weiterhin in den politischen Dialog einbringen und gegenüber den Verantwortlichen vertreten.